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Nach dem Scheitern der Verhandlungen am Wochenende eskaliert die Lage in der Strasse von Hormus erneut und schickt die Ölpreise zum Start in die neue Woche wieder über 100 Dollar. Die USA planen nun ihrerseits eine Sperrung der Meerenge und wollen die iranischen Häfen entlang der Wasserstrasse blockieren, um die iranischen Ölexporte zu unterbrechen.

Der Markt ist nun weitgehend wieder in einem Zustand wie vor der Waffenruhe – mit dem Unterschied, dass die USA nun auch die verbleibenden, mit Iran verbundenen Ölströme von bis zu 2 Mio. Fass pro Tag durch die Strasse von Hormus blockieren werden. Obwohl die genauen Mengen nicht bekannt sind, war der Iran das einzige Land, das weiterhin Öl über die Strasse von Hormus verschiffen konnte, wobei China das wichtigste Zielland war.

Vor Journalisten versprach Donald Trump gestern, dass die geplante Massnahme in der Strasse von Hormus sehr wirksam sein werde, drohte dem Iran jedoch gleichzeitig auch wieder mit bitterer Vergeltung, sollte Teheran Widerstand leisten. Laut Analysten birgt Trumps Vorgehen mitunter das Risiko einer neuen Krise in den Beziehungen zwischen Washington und Peking, falls die US-Marine auch Tanker mit Ziel China blockieren sollte.

Nach wie vor ist es vor allem diese massive Exportunterbrechung im Persischen Golf, die den Energiemarkt massiv erschüttert. Mit dem amerikanischen Plan, die Lage nun militärisch zu eskalieren und auch die restlichen iranischen Exporte zu stoppen, dürfte sich diese Lage nun – anders als gehofft – sogar noch verschärfen. Je länger kein neues Öl nachkommt, desto schwieriger wird die Versorgungslage am globalen Ölmarkt. Wenn nun auch noch die iranischen Mengen wegfallen und deren Abnehmer sich ebenfalls um Alternativen bemühen müssen, wird der Markt noch härter umkämpft sein. 

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